In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause wurden auch die ersten Planungsleistungen für die Sanierung der Pestalozzischule vergeben.
Auch diese Stellungnahme möchten wir an dieser Stelle abdrucken:
„Im Zuge der Vergabe der Architekturleistungen für die Pestalozzischule möchten wir noch zwei Punkte anbringen:
Zum einen möchten wir die Renovierung als Gemeinderat nicht nur engmaschig begleiten, sondern auch in wichtige Punkte der Planung einbezogen werden.
Wir möchten nicht noch einmal wie beim Neubau der Mensa erleben, dass die Entscheidungsfreiheit dieses Gremiums darin bestand, ob der Fußboden Avocado- oder Moosgrün wird.
Wir müssen für die Renovierung der Pestalozzischule hinterher keinen Preis bekommen.
Wir benötigen am Ende keine Plakette, die an beliebiger Stelle angebracht wird, sondern ein funktionales Gebäude. Ein Gebäude, das keinen architektonisch gelungenen Entwurf umsetzt, sondern so ausgestaltet ist, dass sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und auch die Betreuungskräfte dort wohlfühlen.
Und damit kommen wir zu unserem zweiten Punkt:
Wir möchten, dass diejenigen, die sich am meisten in diesem Gebäude aufhalten, auch in den Renovierungsprozess einbezogen werden. Die Lehr- und Betreuungskräfte wissen sehr genau, was dieses Schulgebäude braucht, damit der Schulalltag reibungslos abläuft.
Dieses Wissen soll genutzt werden.
Und wir möchten, dass auch die Kinder die Möglichkeit haben, ihre Vorstellungen einzubringen. Im Zuge der Erstellung des Kooperationskonzepts für den Ganztag hat Frau Ladewig sehr überzeugend gezeigt, wie Beteiligungsprozesse mit Kindern funktionieren.
Eine Umgebung, in der sich Kinder wohlfühlen, unterstützt nicht nur einen erfolgreichen Schultag. Sondern es hat sich auch gezeigt, dass weniger Vandalismus vorkommt, wenn Kinder mit entscheiden dürfen.
Die Möglichkeit zur Mitentscheidung der Kinder hätten wir uns auch für die Realschule und die Mensa gewünscht. Nun möchten wir es wenigstens für die Pestalozzischule möglich machen.“
Angela Neuburger-Schäfer