Am 28. September besuchte der AK Wirtschaft den Handwerksbetrieb Mosebach in Gerlingen. Ein Familienunternehmen mit 21 Mitarbeitenden und Expertise für die Energie- und Wärmewende.
Thomas und Rose Mosebach stellten uns ihr Unternehmen vor und gaben einen Ausblick der künftigen Erweiterung des Geschäftsfelds. Besonders beeindruckt hat uns das Konzept, bei größeren Mehrfamilienhäusern künftig ganze Wärmepumpen-Anlagen samt deren Betrieb in einem Betreibermodell anzubieten. Mosebach wird so vom Handwerker zum Betreiber. Große Wohneinheiten und Wohnungseigentümergemeinschaften können so bei der Wärmewende und deren Finanzierung unterstützt werden. Damit geht das Unternehmen eine zentrale Herausforderung der kommenden Jahre aktiv und mutig an.

Weitere aktuelle Herausforderungen seien der große Fachkräftemangel und die langsame Umstellung der Azubi-Ausbildung von Öl- und Gassystemen hin zu modernen Wärmepumpen. Kritisiert wurden auch hier mangelnde Planungssicherheit durch aktuelle Maßnahmen der Bundesregierung, aber auch die für einen Handwerksbetrieb weiterhin sehr aufwändige Bürokratie in Deutschland.
In offenem und angenehmem Austausch konnten wir unternehmerische und politische Aspekte diskutieren. Dabei ergaben sich Fragen, die ich für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat mitgenommen habe. Wie schon in anderen Unternehmen wurde auch hier die Wichtigkeit einer gut funktionierenden örtlichen Verwaltung betont.
Für unseren Ortsverband ist wichtig zu verstehen, welche Forderungen wir an unsere Landes- und Bundespolitiker*innen weitergeben können. Wir wollen auch für unsere kommunalpolitischen Konzepte verstehen, welche Herausforderungen es gibt und wie wir in Gerlingen an deren Lösung mitwirken können.
Unser Dank geht an die Familie Mosebach für den informativen Abend und den sehr guten Austausch!
Monja Sales Prado