Eine schöne Tradition ist der jährliche Ausflug der Gerlinger Altstadträte und -rätinnen, an dem auch der amtierende Gemeinderat teilnehmen darf. Dieses Jahr war Kirchheim unter Teck das Ziel. Vielen ist vermutlich die Burg Teck bekannt, aber auch die Stadt unterhalb lohnt einen Besuch.
Gruppenbild, ganz im Sinne der Grünen paritätisch: Ewald Bischoff, Margit Lottje-Schröder, Angela Neuburger-Schäfer, Rolf Schneider, Edda Schneider-Klett. Joachim HesslerNach einer staufreien Anfahrt konnte die Kaffeepause für die ersten Gespräche genutzt werden. Es hat mich sehr gefreut, einige ehemalige Mitglieder der Fraktion von Bündnis'90/Die Grünen zu treffen und mich mit ihnen und natürlich auch vielen anderen auszutauschen.
Eine Stadtführung brachte uns im Anschluss die historische Innenstadt von Kirchheim näher. Manche Dinge könnten einem dabei bekannt vorkommen. So hat die Stadt ein historisches Kornhaus, in dem das städtische Museum untergebracht war. Über dessen Renovierung wurde aufgrund der ausufernden Kosten lange diskutiert. Und erst jetzt begann nach Planänderungen und deutlichen Einsparungen die Kernsanierung. Die Exponate des Stadtmuseums sind so lange online in einem „digitalen Museum“ zu besichtigen. Einige Exponate werden auch als „Museum on the road“ unterrichtsbezogen in den Schulen gezeigt. Wenn das Gebäude fertig ist, soll darin nicht nur das Museum, sondern auch der Sitzungssaal des Gemeinderats untergebracht werden. Hier hören die Parallelen zu Gerlingen wieder auf: zwar soll auch unser Museum renoviert werden, einen neuen Sitzungssaal benötigen wir jedoch definitiv nicht!
Die Ausflugsgruppe vor der Baustelle des Kornhauses in Kirchheim.Interessant waren auch die Ausführungen zur Verkehrsgestaltung in der Kernstadt. Im Verlauf der letzten Jahre wurden immer mehr Straßen zu Fußgängerzonen umgewandelt. Nach Aussage des Stadtführers waren zu Beginn die Vorbehalte des Einzelhandels gegen die Verkehrsberuhigung sehr groß. In der Zwischenzeit würde sich aber niemand mehr den ursprünglichen Zustand zurückwünschen, weil die Verkehrsberuhigung einen deutlichen Gewinn an Aufenthaltsqualität mit sich gebracht hat. Besonders am Wochenende und an den zahlreichen Markttagen sei die Innenstadt ein wichtiger Treffpunkt für Jung und Alt. Schön war auch zu sehen, wie in der Altstadt trotz der engen historischen Bebauung versucht wird, durch einfache Fassadenbegrünung das Stadtklima zu verbessern.
Das Ende der Führung war am Stadtschloss und auch hier zeigte sich eine Verbindung zu Gerlingen. Das Schloss war der Witwensitz der Franziska von Hohenheim, die vielen von Ihnen als zweite Ehefrau von Herzog Carl Eugen, dem Erbauer der Solitude, bekannt ist. Abgerundet wurde der Ausflug mit einem guten Abendessen und einer wiederum staufreien Heimfahrt.
Mein Dank gilt dem Organisationsteam des Ausflugs für die Gestaltung dieses vergnüglichen und interessanten Nachmittags!
Angela Neuburger-Schäfer