Ein Mitglied (PS) unseres Ortsverbandes war als Wahlkampfhelfer in Mecklenburg-Vorpommern (MV). Wir befragten ihn, wie es dazu kam und was er erlebt hat.
Frage: Was hat dich bewogen, dich in MV im Wahlkampf zu engagieren?
PS: Ich bin ursprünglich zum Windsurfen an die Ostsee gefahren. Der Aufruf zur Wahlkampfhilfe im grünen Netzwerk und die unsichere Prognose zur Erreichung der 5 %-Hürde für B‘90/Die Grünen haben mich dort spontan dazu bewogen, nach MV zu fahren, um beim Endspurt im Wahlkampf auszuhelfen.
Frage: Wie ist das abgelaufen?
PS: Drei Tage vor der Landtagswahl bin ich nach Rostock gefahren und habe mich im dortigen Wahlkreisbüro von B’90/Die Grünen gemeldet. Die freiwilligen Helfer wurden dort vom lokalen Wahlkampfteam für verschiedene Aktivitäten eingeteilt. Ich habe dann in einer Ortschaft in der Nähe von Rostock Flyer verteilt. Danach bin ich nach Schwerin weitergefahren, wo ich an einer sehr inspirierenden Abendveranstaltung mit Katrin Göring-Eckart teilnehmen konnte, in der sie aus ihrem Buch „Deutschland, lass uns reden“ vorgetragen hat. Am nächsten Tag habe ich im Schweriner Wahlkreisbüro kurzfristig die Koordination von Einsätzen und die Ausgabe von Wahlkampfmaterial übernommen, damit alle lokalen Mitglieder zum Wahlkampfstand in die Innenstadt gehen konnten. Später habe ich dann selbst wieder Flyer ausgetragen.
Frage: Wie fandest Du die Stimmung vor Ort?
PS: Die Zusammenarbeit mit den lokalen Mitgliedern und die Stimmung im Team war äußerst angenehm und positiv. Es gab viele freiwillige Helfer, wodurch eine erheblich größere Abdeckung von Stadtbezirken und Ortschaften mit Wahlkampfmaßnahmen möglich wurde. Die Mitglieder vor Ort waren dafür sehr dankbar. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: B’90/Die Grünen hat 5,7 % erreicht und damit den Wiedereinzug in den Landtag geschafft, was sich in den Wahlprognosen anfangs nicht so gezeigt hatte.
Frage: Welche Erfahrungen hast Du gemacht?
PS: Der Einsatz als freiwilliger Wahlkampfhelfer war eine sehr bereichernde Erfahrung und es hat großen Spaß gemacht, mit den lokalen Teams und anderen Freiwilligen zusammenzuarbeiten. Ich konnte dadurch ein erheblich besseres Verständnis gewinnen für die regionalen Themen in einem der östlichen Bundesländer und für die große Herausforderung mit dem starken Rechtsruck.